Die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken hat mehr als 3.600 Immobilienanzeigen unter die Lupe genommen und festgestellt, wo besonders viele Gebäude mit Modernisierungsbedarf stehen. Mehr als jede zweite sanierungsfähige Immobilie steht in ländlichen Gemeinden und Kleinstädten. An die 66% der renovierungsbedürftigen Gebbäude stehen in Orten mit unter 20.000 Einwohnern. In mittelgroßen Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern sind an die 19,7% der Immobilien mit Sanierungsbedarf zu finden. Im Stadtbild von Großstädten mit über 100.000 Einwohnern befinden sich mit einem Anteil von etwa 14,5% der Inserate die wenigsten Liegenschaften, die vor dem Bezug renoviert werden müssen. 

Hoher Modernisierungsbedarf in Niedersachsen und Bayern

Laut Auswertung befinden sich die meisten sanierungsfähigen Immobilien in Niedersachsen. Auf Rang 2 folgt Bayern. Sachsen weist den dritthöchsten Modernisierungsstau auf. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen befinden sich dagegen die wenigsten Immobilien, die vor dem Bezug saniert werden müssen.

Ost-West-Gefälle

Im Vergleich der neuen Bundesländer gegenüber den alten kommt Ostdeutschland mit rund 31% der Anzeigen gegenüber Westdeutschland mit etwa 69% besser weg. Zu beachten ist hier jedoch, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung in den neuen Bundesländern lebt. (tk)

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Source: ImmoCompact